LITERATUREN DER UNLESBARKEIT

 

 Dietmar Dath

Wir versuchten einmal hochzurechnen, wieviele Seiten Dietmar Dath so am Tag schreiben muss, um auf seinen wahnwitzigen Output zu kommen, und wir landeten, die drei Romane, die zwischen Frühjahr 2014 und Frühjahr 2016 erschienen sind, zugrunde gelegt, bei weit über zwei Druckseiten pro Tag, was sich natürlich, alle zusammengeknüllten mit einbezogen und die gen unendlich gehenden Artikel in Zeitschriften, Vorreden und Nachworte hinzugerechnet, leicht zu einer Zahl summiert, die jenseits dessen liegt, was man sich unter der Arbeit des Schreibens vorstellt. Der frühere Spex-Chefredakteur und FAZ-Feuilletonist schreibt Science-Fiction und über Science Fiction, zu Lenin, Luxemburg, realistischer Forschung und phantastischer Kunst. Unter anderem. Am 10. Juni hält er die Eröffnungsrede des Festivals der Unlesbarkeit.

 

Publikationen, Auswahl:

Leider bin ich tot. Roman. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2016

Feldeváye. Roman der letzten Künste. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2014

Mit Barbara Kirchner: Der Implex. Sozialer Fortschritt: Geschichte und Idee. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2012

 

 

Philipp Felsch

Für die Kulturwissenschaft, die in der hiesigen akademischen Landschaft jede Stelle gegen die Umverteilung in Richtung ökonomisch relevanterer Fächer verteidigen muss, ist eine in die große Öffentlichkeit hin sichtbare Figur wie der Berliner (Junior-)Professor Philipp Felsch ein Glücksfall. Seine Themen liegen in der Kulturgeschichte der Diskurse der deutschen Linken im 20. Jahrhundert (vgl. seine beiden letzten Werke Der lange Sommer der Theorie und, gemeinsam mit Frank Witzel, BRDnoir) und in den Entdeckungsreisen des 19. Jahrhunderts. Auf dem Festival der Unlesbarkeit trägt er zur Kulturtechnik des Lesens vor.

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Publikationen, Auswahl:

mit Frank Witzel: BRD Noir. Matthes & Seitz, Berlin 2016

Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960–1990. C. H. Beck, München 2015

Wie August Petermann den Nordpol erfand. Luchterhand, München 2010

Laborlandschaften. Physiologische Alpenreisen im 19. Jahrhundert. Wallstein, Göttingen 2007

 

 

Alban Nikolai Herbst

Alexander Michael von Ribbentrop (*1955) ist ein Nachfahre Friedrich von Ribbentrops. Das ist nicht der böse Nazi-Ribbentrop, dessen Großneffe er ist, sondern der preußische Militärreformer, den man nicht kennt. Ribbentrop nannte sich dennoch lieber anders und veröffentlicht seit den frühen 1980ern unter dem Namen Alban Nikolai Herbst – parallel zu einer Tätigkeit als Broker in Frankfurt, die er erst mit dem Erscheinen seines gewichtigen Romans Wolpertinger oder Das Blau 1993 aufgab. Seine Werke rhizomatisieren seitdem hyper-postmodern durch das Ungewisse zwischen Kolportage, Fiktion und magischer Dokumentation. 2006 versteigerte er eine Romanfigur auf ebay. (Photocredits: Mathias Botor)

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„Vielleicht das letzte Radikalgenie.“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Letzte Publikationen:

Das bleibende Thier. Bamberger Elegien, Elfenbein Verlag, Berlin 2011.

Kleine Theorie des Literarischen Bloggens. Erste Lieferung, edition taberna kritika, Bern 2011.

Der Gräfenberg-Club (Sonderausgabe). Literatur Quickie, Hamburg 2013.

Argo. Anderswelt. Epischer Roman. Elfenbein Verlag, Berlin 2013.

Giacomo Joyce (Übersetzung der 1968 posthum veröffentlichten Prosaskizzen von James Joyce). edition taberna kritika, Bern 2013.

Traumschiff. Mare Verlag, Hamburg 2015.

 

 

Wolfram Lotz

Erfurt kennt ihn noch von einem ketchupgetränkten Auftritt beim Textil-Festival 2014 – mittlerweile ist Wolfram Lotz – 1981 in Hamburg geboren, aufgewachsen im Schwarzwald, Studium in Konstanz und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo er heute lebt – kein Shooting-Star mehr, sondern eine etablierte Größe – die Zeitschrift „Theater heute“ kürte ihn 2015 zum Dramatiker des Jahres. Obwohl er die etablierten Spiele des Theaters nicht spielt. Oder: Gerade deswegen. Für uns macht er sich erneut auf die Suche, das „Unmögliche Theater“ performativ zu erschließen.

 

Publikationen, Auswahl:

Fusseln. Liste. Parasitenpresse Köln 2011

Monologe. Spector Books, Leipzig 2014

 

 

 

Frank Witzel

Selten hat sich diese Seite des Literaturbetriebs so für eine Auszeichnung gefreut wie im letzten Herbst, als Frank Witzel, der Wiesbadener Underdog, eher wenigen für merkwürdige Romane und brillante Gesprächsbände mit Thomas Meinecke und Klaus Walter bekannt, den Deutschen Buchpreis erhielt. Für Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969, ein Buch, das literarisch und konzeptuell auf einer Stufe mit Thomas Pynchon und David Foster Wallace steht und das zeigt, wie unheimlich, gothic und fremd heute dieses alte Deutschland ist – jenes, von dem folgerichtig auch sein letztes Buch erzählt, BRDnoir, ein Gespräch mit Philipp Felsch. (Photo: Gianni Plescia)

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„Frank Witzels Werk ist ein im besten Sinne maßloses Romankonstrukt. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen aus der hessischen Provinz, der sich im Alter von dreizehneinhalb auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. In diese Geschichte eingewoben ist das politische Erwachen der alten Bundesrepublik, die beginnt, sich vom Muff der unmittelbaren Nachkriegszeit zu befreien. Diese Ära des Umbruchs wird heraufbeschworen in disparaten Episoden, die unterschiedlichste literarische Formen durchspielen, vom inneren Monolog über die Action-Szene oder das Gesprächsprotokoll bis zum philosophischen Traktat. Der Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 ist in seiner Mischung aus Wahn und Witz, formalem Wagemut und zeitgeschichtlicher Panoramatik einzigartig in der deutschsprachigen Literatur. Frank Witzel begibt sich auf das ungesicherte Terrain eines spekulativen Realismus. Mit dem Deutschen Buchpreis wird ein genialisches Sprachkunstwerk ausgezeichnet, das ein großer Steinbruch ist, ein hybrides Kompendium aus Pop, Politik und Paranoia.“ – Begründung der Jury des Deutschen Buchpreises 2015

Publikationen, Auswahl:

Bluemoon Baby. Roman. Edition Nautilus, Hamburg 2001.  Taschenbuchausgabe bei dtv, München 2003

Revolution und Heimarbeit. Roman. Edition Nautilus, Hamburg 2003.

mit Thomas Meinecke, Klaus Walter: Plattenspieler. Edition Nautilus, Hamburg 2005

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969. Roman. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2015.

Mit Philipp Felsch: BRD Noir. Matthes & Seitz, Berlin 2016.

 

 

 

DIE VOLLKOMMENE LEERE

 

Moira Frank

Na endlich: Wieder Genre-Literatur statt Berliner Pillen-Show-Off. Hoffentlich ist Moira Frank, geboren 1993, mehrfach eingeladen zum Treffen Junger Autoren, zum 20. Klagenfurter Literaturkurs 2015 sowie Trägerin des Walter-Serner-Preises des RBB 2013, da stellvertretend für ihre Generation – Schauplatz des Abschlussprojekts ihres Studiums des Kreativen Schreibens in Hildesheim ist der kalifornische Sommer der 80er Jahre – der Jugendroman Sturmflimmern erscheint im Herbst.

 

Marie Gamillscheg

Ihr größtes Publikum findet die freie Journalistin für kultur- und gesellschaftpolitische Themen aus Graz (*1992), die heute in Berlin lebt, sicher mit ihren Veröffentlichungen in der Zeit, dem SZ-Magazin und der Welt, neugierig gemacht hat sie uns aber vor allem, weil ihre sich seit geraumer Zeit anschleichende Belletristik mittlerweile voll eingeschlagen ist – 2014 las sie beim Open Mike, 2015 wurde sie Zweite beim Wettbewerb New German Fiction.

 

Thorsten Krämer

Den Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendiaten des Jahres 1997 (*1971) als großen Vergessenen aus der Hochphase der Popliteratur zu bezeichnen, wäre nicht ganz passend – schließlich erreichte er mit seinem jahrelang ausgeübten Brotjob als Texter fürs Privatfernsehen – er zeichnete unter anderem für die Off-Kommentare des „Perfekten Dinners“ auf VOX verantwortlich – ein Millionenpublikum. Mittlerweile wieder ganz zurück im wundervoll unglamourösen Literaturzirkus, veröffentlichte er zuletzt den Gedichtband The Democratic Forest und die Kurzgeschichtensammlung Marty.

 

Robert Stripling

Robert Stripling wurde 1989 in Berlin geboren, lebt mit Philosophie-Studium in Frankfurt am Main und kehrt vor allem dann zurück, wenn es um Literatur geht. Dann aber stets erfolgreich – seien es Einladungen zum Treffen Junger Autoren 2008, zum Theatertreffen der Jugend 2008, 2009 und 2010 oder zum Open Mike, den er 2014 in der Sparte Lyrik gewinnen konnte. Er veröffentlichte unter anderem in Bella triste und Der Greif. Als Herausgeber des Internetblogs „Verpasste Hauptwerke“ spürt er die Möglichkeiten einer alternativen Weltgeschichte auf.

 

DAS BRUTALE SCHEITERN

 

Frauke Angel

Die Wahl-Dresdnerin, Jahrgang 1974, hat nach Jahren des Engagements als Dramaturgin und Schauspielerin an Stadt- und Off-Theatern vor einigen Jahren zum Schreiben gefunden, zunächst als Texterin, veröffentlicht sie seit 2011 auch unter eigenem Namen. Für ihre Kinder- und Jugenderzählungen erhielt sie unter anderem 2014 den Förderpreis des Literaturpreises Ruhr und 2015 den Literaturpreis Eberhard. Ihr brutales Scheitern hört auf den Namen Ronny.

 

Nils Mohl

Der prominenteste Gescheiterte in unserer illustren Runde ist der 1971 geborene Träger des Deutschen Jugendliteraturpreis 2012: Nils Mohl. Mit dem preisgekrönten Es war einmal Indianerland schuf er ein Werk, dass die Verwirrung und das Gedankenrasen des Erwachsenwerdens in eine beinahe postmodern-fragmentarische Form packt, wie sie in der Jugendliteratur selten getraut wird. Dass nach schön betitelten Büchern wie Ich wäre tendenziell für ein Happy End (2009) und Mogel (2014) auch mal eines daneben gehen kann, zeigt das Projekt, dass er beim Festival der Unlesbarkeit vorstellen wird – es geht um Schlingpflanzen!

 

Johanna Müller

Wir lassen uns ja ungern die Butter vom Brot nehmen und die auftretenden Autor*innen ihre Bios selbst schreiben. Im Falle der Kurzvita, die wir beim Verlag ihres aktuellen Buchs Das Ottakringding (2013) fanden, sieht das aber anders aus: „Johanna Müller, geboren 1988 in Berchtesgaden. Durchgefallen in der 9.Klasse wegen Mathematik und Physik, Abbruch des Gymnasiums ein Jahr später. Erreichen des Fachabiturs 2008 mit einem NC von 3,6. Abbruch einer Holzbildhauerlehre in 2010. Bis heute noch nicht abgeschlossenes Studium der Sprachkunst.“ Mittlerweile ist die Wahl-Wienerin fertig, hat gar noch eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin draufgesetzt, aber ihr Flirt mit dem Scheitern ist noch nicht zu Ende – gut für uns!

 

Stephan Roiss

 Dass Roiss, geboren 1983 in Linz, im oberösterreichischen Ottensheim lebt, lässt den Autor (Prosa, Hörspiele, Graphic Novels) und Musiker (Fang den Berg, Äffchen & Craigs, GIS Orchestra, &&&, Tortoma & Stephan Roiss …) provinzieller erscheinen, als er ist – und rum kommt er eh, allein 2016 erhielt er bereits residencies im Hamburger Gängeviertel, in Edenkoben und in Český Krumlov. Für uns stellt er ein Theaterprojekt vor, das ebenso postdramatisch ist wie, im Sinne des im Anschluss auftretenden Wolfram Lotz: Unmöglich.

 

 

 

KINDER- UND JUGENDLITERATUR

 

Mawil

Witzels sammeln wir wie andere Marken: Markus “Mawil” Witzel wurde 1976 in Ost-Berlin geboren. Seine ersten Comics veröffentlichte er noch in seiner Nachwende-Schulzeit und begann nach dem Abitur ein Grafikdesign-Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. Seine Diplomarbeit “Wir können ja Freunde bleiben”, eine tragikomischen autobiografischen Erzählung über Mädchengeschichten wurde, wie alle seiner weiteren Werke, im etablierten Comic-Verlag Reprodukt veröffentlicht. Seinen Durchbruch in die Welt außerhalb der stets wachsenden deutschen Szene hatte er 2014 mit „Kinderland“, das den Max&Moritz-Preis für das beste deutschsprachige Comic gewann und vom Aufwachsen in der DDR erzählt. Beim txt-Festival liest er aus Kinderland und macht einen Comic-Workshop für Schülerinnen und Schüler.

 

 

Maja Bohn

Mit Maja Bohn (*1968) bringen wir eine beliebte Illustratorinnen von Kinderbüchern nach Erfurt – sie gestaltete Bücher von Michael Ende und das von ihr illustrierte „Der Mann, der noch an den Klapperstorch glaubte“ wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten des Jahres 2007 ausgezeichnet. Sie glänzt aber auch als Autorin mit sprühender Energie und Esprit: Im absurden Märchen „Die unglaubliche Geschichte des Herrn Fliege“ (2007) will jener die ganze Welt verspeisen, in „Mama, wo ist eigentlich das Gestern hin“ (2011) geht es um Existenzielles. Auf dem Festival liest sie aus dieser Geschichte über Loretta Koschke vor, die sich vornimmt, das Gestern zu finden und darüber staunt, dass weder Mama noch die Eintagsfliege wirklich wissen, wie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen ist.

 

RAHMENPROGRAMM

 

KINDER- UND JUGENDLITERATUR

 

Ferdinand Busch

Der Gelnhausener macht mit seinem 2013 ins Leben gerufenen Libronauti-Verlag hochpoetische Bilderbücher für erfahrene und unerfahrene Leser – von illustrierter Oper bis zum Tee-Crashkurs für Besucher aus dem All. „Wenn wir dann eines dieser Bücher in die unendlichen Weiten des Kosmos hinaussenden,“ schreibt er auf der Verlagshomepage, „geben wir ihm in Gedanken mit, diejenigen zu suchen, die wirklich etwas mit ihm anfangen können. Die Bücher und ihre Finder sind eben gleichermaßen Libronauten.“

 

Nico Max Lindenberg

Nico Max Lindenberg (*1989) präsentiert sein Kinderbuch Ivo, das nach seinem Studium der Förderpädagogik und Mathematik in Erfurt entstanden ist, als er sich zwei Monate auf einen idyllischen Wagenplatz zurückzog und das sich vielleicht auch darum um Fragen dreht, die unbedingt gestellt werden müssen, um diese Welt weiter lebenswert für alle zu machen – von großen und kleinen Menschen.

 

 

DAS WETTER & KORBINIAN

 

Sascha Ehlert

Der Berliner ist Gründer und Herausgeber der quartalsweise erscheinenden Zeitschrift für Text und Musik Das Wetter. Außerdem schreibt er für unterschiedliche Publikationen, von taz bis spex und JUICE und brachte im letzten Jahr mit der Publikation von Juri Sternburgs Nirvana Baby den Korbinian Verlag auf die Welt: There’s no business like Verlagsbusiness!

 

Eric Keil

Keil ist besser bekannt unter seinen Künstlernamen Justus Jonas und Splidttercrist, war in den 90ern einer der Pioniere des deutschsprachigen Battle-Raps und Teil der Combos Masters of Rap und den Funkfüxen und arbeitete unter anderem mit Taktlo$$ und Kool Savas zusammen. Auf dem .txt stellt er sein neues Buch Raum in einem Raum.

Mail-Anhang

 

 

DIE EPILOG

Fabian Ebeling

Ebeling (*1985) studierte Medienkultur in Weimar, wo er das Magazin für Gegenwartskultur Die Epilog mitbegründete, dessen Chefredakteur er lange war. Heute lebt er als freier Redakteur in Berlin und hat eine Sendung zu kanadischer Popmusik bei byte.fm

Steffen Greiner

Steffen Greiner (*1985) versucht sich nach seinem Studium der Kulturwissenschaft in Marburg heute als Berlin-Leipziger Alround-Kulturtype: Er ist Redakteur der Die Epilog, Autor zwischen Popjournalismus und literarischer Essayistik (Intro, Jungle World, Volksbühne Berlin) und ist Mitbegründer des Literaturfestivals Erfurt.

Nicolas Oxen

Der gebürtige Schleswig-Holsteiner, Jahrgang 1986, promoviert an der Bauhaus-Uni Weimar zu Technik und Ästhetik instabiler digitaler Bewegtbilder.

 

METAMORPHOSEN

Joshua Groß

Zwei Jahre alt ist Groß’ Debütroman Der Trost von Telefonzellen, und es scheint noch immer, als sei junge deutsche Literatur nie beatniker gewesen – ohne auf postmoderne Intertextualitätsspäße zu verzichten. Geboren 1989, lebt der Autor nach Studium der Politikwissenschaft und der Ethik der Textkulturen heute in Nürnberg. Zu seinen Auszeichnungen gehören u.a. der Bayerischer Kunstförderpreis 2014, Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis 2014, Förderpreis der Kulturstiftung Erlangen 2016. Im Sommer 2016 erscheint sein zweiter Roman Faunenschnitt.

Joshua Groß

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