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Eine Reise in die argentinische Pampa. Akrobatik, aberwitzige Sprünge, Plots, die das scheinbar einmal aufgenommene Genre sprengen und den Leser aus der vorerst eingerichteten Gemütlichkeit des Lesestroms herauskatapultieren, um diesen mit Rätseln und Unvorstellbarkeiten auf bezaubernde Weise zu faszinieren. An der Tradition einer lateinamerikanischen Literatur, die häufig unter dem Schlüsselbegriff des magischen Realismus zusammengefasst wird, arbeitet sich auch der wohl raffinierteste lateinamerikanische Autor der Gegenwart, César Aira, ab. Seine Romane und Novellen sind immer wieder abschreitbare Labyrinthe, in denen sich nicht nur der eigentliche Plot in unvorhersehbaren Wegen verwindet. Auch die besiedelten Räume, die auftretenden Personen schlagen aus, winden sich im phantastischen Hohlraum zwischen Fakt und Fiktion und lassen somit immer neue Konfigurationen entstehen, die in der Dichte des Immermöglichen wuchern. Der Workshop und die Lesung widmen sich in Anwesenheit des Autors und des Romanisten Prof. Dr. Jörg Dünne den beiden Neuerscheinungen »Eine kurze Episode im Leben eines Landschaftsmalers« und »Duchamp in Mexiko« in der Bibliothek César Aira bei Matthes & Seitz.

Eine Veranstaltung des Literaturfestival Erfurt in Kooperation mit der Universität Erfurt, dem Studentenwerk Thüringen und dem Kunsthaus Erfurt.

Weitere Informationen unter: www.literaturfestival-erfurt.de

Flyer hier: Aira Flyer

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Die Pampa als literarischer Raum. Reading-Workshop, geleitet durch Prof. Dr. Jörg Dünne.

19.09.2016 von 14 – 17 Uhr Uni Campus Nordhäuser Straße LG 4 / D07

Voranmeldung unter: max.walther@uni-erfurt.de

Teilnahme kostenlos.

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César Aira. Eine Reise in die argentinische Pampa: Lesung und Gespräch.

Lesung aus der deutschen Übersetzung: Denis Abrahams

19.09.2016 um 20 Uhr im Kunsthaus Erfurt, Michaelisstraße 34.

6€, ermäßigt 4€

Informationen zu den Neuerscheinungen:

Der Roman »Eine kurze Episode im Leben eines Landschaftsmalers« erscheint Ende Juli bei Matthes & Seitz Berlin: Der Augsburger Maler Johann Moritz Rugendas erreicht 1831 zusammen mit Alexander von Humboldt Lateinamerika. Als Landschafts- und Naturmaler soll er die Forschungen des Entdeckers durch Illustrationen unterstützen. Auf dem Weg von Chile nach Buenos Aires passieren sie einen unheimlich anmutenden Landstrich, bald zieht ein nachtschwarzes Gewitter auf und entlädt sich über ihnen. Rugendas wird vom Blitz getroffen. Er überlebt, doch er verfängt sich im Steigbügel und das erschreckte Pferd bricht aus und schleift ihn mit sich. Auch diese Tortur überlebt er, aber sein Gesicht wird aufs Fürchterlichste entstellt. Von nun an im Morphiumrausch, um die Schmerzen zu ertragen, malt er Bilder von atemberau-bender Wucht. Auf seiner Jagd nach immer spektakuläreren Motiven wagt er sich eines Tages ins Zentrum eines echten Indianer überfalls, doch diesmal scheint seine Obsession zu weit zu gehen.

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»Duchamp in Mexiko« erscheint ebenfalls Ende Juli bei Matthes & Seitz Berlin und versammelt drei zentrale Essays César Airas, die ihn erstmals nicht nur als genialen Autor von Novellen und Romanen zeigen, sondern ihm die Möglichkeit geben, sein eigenständiges und stilistisch virtuoses Nachdenken über Kunst und Literatur zu entdecken. Ausgehend von Marcel Duchamp über de Chirico bis Lezama Lima entwickelt Aira in den Texten eine eigene Theorie der modernen Kunst und reicht dem Leser unter der Hand zudem einen Schlüssel für seine eigenen Texte. Mit Duchamp in Mexiko überführt César Aira die Avantgarde nun auch konzeptionell ins neue Jahrhundert.

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César Aira, geboren 1949 in Coronel Pringles, veröffentlichte bisher über 80 Bücher: Romane, Novellen, Geschichten und Essays. Darüber hinaus übersetzt er aus dem Englischen, Französischen und Portugiesischen und lehrt an den Hochschulen von Rosario und Buenos Aires, wo er heute lebt. Aira gilt als einer der wichtigsten lateinamerikanischen Autoren der Gegenwart – und als ihr raffiniertester. Seine Texte überraschen durch Genresprünge, aberwitzige und riskante Erzählkonstruktionen und Plots.

 

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